1977 und in den folgenden Jahren, zogen wir in Nordafrika mit einem richtigen Wohnmobil umher, zuerst in Marokko, dann ausgiebig in Algerien. Wir hatten kein Allradfahrzeug und mussten deshalb unsere Strecken viel sorgfältiger planen, als heute. Oft haben wir kritische Stellen zu Fuss abgeschritten, um die Tragfähigkeit zu testen, und oft haben wir den Wagen ausgegraben.
Die Ausbuddelei hörte schlagartig auf, als wir 1992 den Mitsubishi L300 4x4 TD kauften, der uns viele Jahre treu begleitet hat. Nach einem relativ kurzen Zwischenspiel mit dem Defender 130 Doppelkabine und einem Aufbau, war dann der nächste Schritt der lange Defender 130 Station, bei dem wir wieder ein “Stück rückwärts” gingen, was das Raumangebot betrifft. Mit diesem Wagen, unserem “Landy” waren wir bis 2007 auf Reisen und hatten mit ihm viele Vorteile, wie z.B. erheblich niedrigere Fähr- und Unterstellkosten und die Möglichkeit, fast alle Strecken befahren zu können. 2008, in Alaska, wurde dann, als es oft eiskalt im Landy war, der Wunsch nach etwas mehr Platz lebendig und wir kauften den MB 814 DA“JackyBlue”, mit dem wir heute unterwegs sind.

WestfaliaLT

VW LT 28 “Westfalia”
unser 1. Reisefahrzeug (1977)
als wir diesen ausgebauten Hochdachkastenwagen kauften, hatten wir praktisch keine Erfahrung, so haben wir erst später gemerkt, dass wir zu wenig Platz hatten und der Verbrauch des 2.0 Ltr. Benzinmotors zu hoch war.
Über der Hecksitzgruppe, die abends zum (zu kurzen) Bett umgebaut werden musste, hatten wir ein Kinderbett installiert, es gab einen Küchenblock, wie von Westfalia im VW-Bus üblich, dazu einen Waschschrank mit sehr einfacher Einrichtung.
Immerhin hat das Fahrzeug dazu gedient, zu zeigen, wie es nicht sein soll, was ja auch etwas wert ist. Unsere Erkenntnisse sind dann in den Neubau des nächsten Autos eingeflossen.

VW LT 28/31 m. Bischofberger Aufbau

VW LT 31 “Kranich II”
unser 2. Reisefahrzeug (1977- 1998)
mit einem Bischofberger Aufbau aus Backnang. Damals wurde der LT noch mit 2,7 Ltr. Perkins-Diesel ausgerüstet, der nur
65 PS, aber ein gutes Drehmoment hatte. Natürlich waren wir bestens ausgerüstet, Sandbleche, Kompressor, viel Treibstoff in 30 Ltr. Plastikkanistern, 120 Ltr. Wasser, GPS sowie Werkzeug und einige Ersatzteile, die wir aber kaum brauchten.
Wir haben erstaunliche Touren mit dem LT gemacht, u.a. mehrfach Tanezrouft, Bord Mohktar-Tam, Tam-Djanet, Djanet-Ilizi, Tam-Amguid usw.
Am 04.06.1998 wurde der treue LT nach 22 Jahren durch einen Brandschaden zu Schrott, nach rund 320.000 km.

Mitsubishi L300 4x4

Mitsubishi L300 4x4 TD “Mitsu”
unser 3. Reisefahrzeug (1991-1998)
Wer die Daten studiert, merkt, dass wir die zwei Fahrzeuge eine Zeit lang gleichzeitig hatten. Der L300 4x4 mit 2,5 Ltr. 87 PS Turbo-Diesel wurde von uns gut ausgerüstet, hatte ein Schlafdach (nur für den “Wohnkomfort”), Webasto-Ölheizung, 80 Ltr. Wasser, bis zu 240 Liter Diesel in Tanks und Kanistern sowie Sandbleche, GPS, Kompressor, Werkzeug und Ersatzteile, die er aber kaum benötigte. Ein Schwachpunkt war die Lichtmaschine. Wir machten tolle Touren mit dem L300 4X4, wie z.B. Algerien, Tschad, Westafrika und Air. Nach rund 300.000 km haben wir den “Mitsu” 2002 verkauft, schweren Herzens.

LR 130 m. Bimobil-Kabine

LR Defender 130 “Landy”
unser 4. Reisefahrzeug (1998-1999)
mit einem  Aufbau von Bimobil. Das war unsere Phase, in der wir dachten, man könne einen reinrassigen Geländewagen mit einem Wohnmobil kreuzen. Wir hatten zwar nun relativ viel Komfort, konnten aber doch nicht Alles machen, was wir wollten. Trotz der ausgeprägten Hecklastigkeit und eines relativ grossen Überhangs, machten wir eine schöne Reise ins Air, in den Tschad und über die Ténéré zurück. Wir hatten ein geräumiges “zu Hause”, genug Wasser, Heizung und sogar eine Porta-Potti, trotzdem sind wir manchmal auf Hindernisse gestossen, die uns letztendlich dazu bewogen haben, den Aufbau wieder zu verkaufen

LR 130 Station Landy

LR Defender 130 Station “Landy”
unser 5. Reisefahrzeug (1999-2007)
Wir wünschten uns einen Durchstieg sowie eine bessere Verteilung des Schwerpunkts gegenüber dem Vorgänger. Die selbst gebaute Einrichtung mit zusätzlichem Dieseltank, Hubdach mit Stehhöhe über der Küche, Wassertank und Stauräumen stellt uns nun recht zufrieden.
Die letzten grossen Reisen, wie Transafrika N-S; S-N; Süd- und Nordamerika (von Feuerland nach Alaska) machten wir mit diesem Auto. Die moderne Ausrüstung, wie z.B. permanenter Allradantrieb, Schraubenfedern, Scheibenbremsen. sowie die komfortable Strassenlage haben uns überzeugt. Immer gefehlt hat uns ein kleiner Dusch- und Toilettenraum, den wir beim nächsten Fahrzeug sicher einbauen werden.

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MB Vario (T2) 814 DA 4x4 „JackyBlue“
unser 6. Reisefahrzeug (2008-?)
Der Landy hat uns 8 Jahre gut gedient, mit der Zeit wurde aber unser Wunsch nach etwas mehr Platz immer stärker, besonders wenn wir uns an einem Platz länger aufhalten wollten und vielleicht noch schlechtes Wetter herrschte. Der 814 DA, Allradversion des “Schweren Transporters”, scheint uns eine gute Lösung zwischen den “ganz grossen Kisten” und der Landrovergrösse zu sein. Nun haben wir einen kräftigen
(140 PS) Diesel mit Turbo und Intercooler; Allrad; ABS; Druckluftbremse; Motorbremse für lange Gefällstrecken sowie viel Platz und Stauraum; Waschraum und Dusche. Der Ausbau hat sich inzwischen (2013) schon mehrfach hervorragend bewährt.  
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